Wasserfreude Hilfe für Zuhause
Wasserfreude (BHPS2)
- Falls der Hund Wasser nicht unbedingt mag, kann man es mit diesen Übungen schöner machen:
- Zuerst bringt man dem Hund bei in irgendwelche Gefässe zu treten mit super tollen Leckerli. Der Wert der Leckerli wird sich mit der Zeit auf die Übung übertragen, d.h. es lohnt sich mit Würstchen Huhn oder ähnliches zu Arbeiten. Idealerweise bekommt der Hund nur bei dieser Aufgabe dieses Leckerli damit der Wert hoch bleibt.
- Wenn der Hund nun sofort in das Gefäss tritt wenn es auf den Boden gestellt wird kann man etwas Wasser in das Gefäss tun, allerdings nur soviel Wasser, das die Füsse leicht nass werden. So langwe bei dieser Übung bleiben, bis der Hund das Wasser ignoriert, dann kann man etwas mehr Wasser rein tun und allmählich über mehreren Übungseinheiten so viel Wasser reintun bis es die Ellenbogen erreicht. Man kann dieses Spiel auch in der Badewanne spielen, wenn man diesen Punkt erreicht (wieder von vorne mit trockener Wanne anfangen, bis der Hund freudig in die Wanne geht usw. Bis man dann langsam Wasser hinzufügt. Es ist hier sehr wichtig, das die Leckerchen klein sind und sehr schnell kommen, da dies eine Ablenkung darstellt beim Wassereinlaufen, sonst könnte man sich die ganze vorrangegangene Arbeit zunichte machen und die Unsicherheit vor dem Wasser kehrt wieder zurück.
- Wenn der Hund freudig im Wasser steht und seine Leckerchen animmt, kann man nun Leckerchen nehmen die auf dem Wasser schweben, damit der Hund lernt etwas aus dem Wasser zu schnappen. Mit einiger Zeit kann man die Leckerchen auch dort platzieren, dass der Hund sich etwas bewegen muss um die Leckerchen zu fressen. Wie weit man die Leckerchen vom Hund platziert sollte immer mit der Sicherheit (Selbstbewusstsein) des Hundes einhergehen. Wird der Hund unsicher, sollte man es wieder etwas leichter machen und die Übung mit einem freudigen Hund beenden. Unsicherheit zeigt sich anfangs meistens mit Lippenlecken oder wegschauen und das Zögern die Leckerchen zu fressen.
- Wenn der Hund nix gegen Wasser hat, aber nicht weit hineingeht kann man wie oben beginnen oder mit einem Hundepool statt Badewanne beginnen. Auch hier ist es wichtig das Wasser nicht zu schnell zu erhöhen. Am besten nutzt man ein Pool in das der Hund anfangs hineintreten kann, statt hineinzuspringen. Das Springen kann man später einführen wenn der Hund freudig in den Pool läuft. Zum hineinspringen, aussen eine Rampe oder ähnliches stellen damit der Hund “am Rand“ des Pools steht zum reinspringen. Auch hier noch mit niedrigem Wasser beginnen bevor man das Wasser auf Schulterhöhe erhöht. Auch hier übt man nach Leckerchen und später einem tollen Spieli zu schnappen bevor man das Schwimmen einführt. (Apportieren siehe anderes Übungsblatt).
- Schritt 2 übt man dann am Pruefungswasser. Anfangs hilft es wenn man mit dem Hund langsam ins etwas tiefere Wasser geht, statt nur am Rand zu bleiben. Wie in Schritt 1 ist es wichtig nie die Freude aus den Augen zu lassen und auf jegliche Unsicherheiten zu achten und darauf wie oben genannt einzugehen.
- Erst wenn die Hunde mit Freude ins Wasser steigen ist der letzte Schritt, das schwimmen, angesagt. Zum schwimmen lernen ist es oft hilfreich wenn man mit freudig schwimmende Hunden zum üben geht, da sich diese Aufregung auf die unsicheren Hunde überträgt (sie schauen zu wieviel Spass die anderen im Wasser haben, dann machen sie es Ihnen nach). Anfangs nur eine Dackellänge zum Spielzeug schwimmen und wie üblich die Distanz langsam erhöhen und nicht immer schwerer machen, sondern mal näher am Ufer, mal weiter weg schmeissen, sobald der Hund vor dem schwimmen nicht mehr zögert.
Oft nutzen wir auch in schwierigen Fällen nun eine Beute das die meisten Hunde nicht abschlagen können (Aufgetaute Jagdente) damit sie die letzte Unsicherheit zu schwimmen verlieren.